Unsere Tätigkeiten in der Zentralafrikanische Republik

Der aktuelle Schwerpunkt unserer Tätigkeiten liegt in einem der ärmsten Länder der Welt: Der zentralafrikanischen Republik. Seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich 1960 kämpft es mit politischen Unruhen und grosser Instabilität. Nach gut 40 Jahren Monarchie und Militärrevolten konnten demokratische Ansätze erst in den 90er-Jahren durchgesetzt werden, diese wurden jedoch von diversen Putschversuchen und Umbrüchen behindert.

Auch die aktuelle Regierung hat über grosse Teile des Landes keine wirkliche Kontrolle. Rebellen aus den Nachbarländern und viele kleine Milizgruppen treiben ihr Unwesen. Die anhaltenden Unruhen jagen nicht nur viele Einwohner in die Flucht sondern halten auch Hilfsorganisationen fern. Zusammen mit einer kaum vorhandenen Infrastruktur, ungenügender Schulbildung und fehlenden Arbeitsplätzen halten sie die Republik Zentralafrika in einem Teufelskreis aus Armut gefangen. Krankheiten wie AIDS, Lepra und Malaria können sich nahezu ungehindert ausbreiten, viele Kinder sind Waisen oder leben auf der Strasse.

Die Republik Zentralafrika ist, wie die Schweiz, ein Binnenstaat, mit 623‘000 km2 jedoch gut 15mal so gross. Trotzdem leben im ganzen Land nur grob halb so viele Einwohner wie in der Schweiz. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt dabei 50 Jahre und die Kindersterblichkeit ist sehr hoch. Nur knapp die Hälfte der Erwachsenen kann Lesen und Schreiben, wirkliche Zukunftsaussichten hat kaum jemand.